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Honig Erfurter Frühlingsblüte

Honig Erfurter Frühlingsblüte sind Bienen nur für Honig gut?

Honig in der Küche

Wer Honig nur als kleckernden Brotaufstrich zum Frühstück kennt, der unterschätzt diesen süßen Alleskönner. Honig eignet sich auch wunderbar zum Backen und Kochen – darüber hinaus kann man mit ihm besonders schmackhafte Marinaden und Salatdressings zubereiten.

Während Honig in der Steinzeit als einziges Süßungsmittel unabdingbar war, ist er heute weitestgehend vom preiswerten Haushaltszucker aus der Küche verdrängt worden. Und doch sind es vor allem renommierte Sterneköche, wie beispielsweise Vincent Klink, die für die Rückkehr des Honigs in die heimische Küche kämpfen – für den ganz besonderen Geschmack setzen sie auf den natürlichen Süßmacher.

Guter Honig wird naturgemäß fest! Die Kristallbildung im Honig ist abhängig von Zuckerspektrum, der Konzentration der enthaltenen Zuckerarten, dem Wassergehalt und der Temperatur, der er ausgesetzt ist.

Die dominierenden Zuckerarten im Honig sind Fructose und Glucose. Während die Fructose im Honig immer flüssig bleibt, kristallisiert die Glucose bei einer Konzentration von 32 g auf 100 g Honig aus.

Beeinflusst wird die Kristallisation durch den Wassergehalt und die Temperatur. Da bei reifen Honigen der Wassergehalt sehr niedrig ist (unter 18 g Wasser auf 100g Honig) und Honig immer kühl gelagert werden sollte (deutlich unter 20°C), liegt der Honig meist im kritischen Kristallationsbereich.

Neben den verschiedenen Zuckerarten und Wasser enthält Honig viele weitere wertvolle Inhaltsstoffe (Enzyme, Spurenelemente, Flavonoide, etc.).

Jeder Mensch verbraucht jährlich ca. 1,3 kg Honig. Gerade bei einer gesunden und bewussten Ernährung kann statt Zucker Honig zum Süßen von hochwertigen Speisen und Getränken verwendet werden.

Goldgelbe Tipps:

Honig in der Heilkunde -
Die Küchenapotheke

Bereits die alten Ägypter wussten um die Kraft des Honigs – als „Speise der Götter“ geschätzt, wurden damals schon Honigsalben zur Fiebersenkung eingesetzt. Auch wenn Honig in Deutschland als Lebensmittel gilt, so schätzt man den goldenen Süßmacher bis heute besonders in der Heilkunde.

Honig wirkt entzündungshemmend und antiseptisch, sodass er wirksam gegen Schwellungen, erhöhte Temperatur und lokalen Schmerz eingesetzt werden kann. Ein speziell keimfrei gemachter Honig („Medizinischer Honig“) wird heutzutage sogar im klinischen Bereich zur Wundversorgung eingesetzt.

Seine entzündungshemmende Wirkung macht man sich auch bei anderen Beschwerden zunutze. Schon Karl der Große lutschte Honigbonbons gegen Husten – heute kennen wir die „Heiße Milch mit Honig“ als Hausmittelchen gegen Husten und Heiserkeit. Die Forschung gibt Großmutters Hausapotheke recht: Honig wirkt gegen Eitererreger wie Staphylococcus Aureus, der eine Vorliebe für den Hals- und Rachenraum hat. Die verschiedenen Zuckerarten im Honig entziehen den Bakterien das Wasser, sodass sie sich nicht mehr vermehren können.

Honig in der Kosmetik

Es heißt, Kleopatra nahm regelmäßig ein Bad aus Milch und Honig – die weltberühmte Schönheit vom Nil wusste also schon damals um die wohltuende Wirkung des goldenen Göttersaftes.

Dabei ist Honig besonders schonend zur Haut – sein schwachsaurer pH-Wert ist dem der Haut sehr ähnlich. So wird der Säureschutzmantel der Haut nicht angegriffen und Feuchtigkeitsverlust vermieden. Darüber hinaus spendet der hohe Trauben- und Fruchtzuckeranteil im Honig der Haut natürliche Feuchtigkeit. Er ist also nicht nur im Badewasser Balsam für die Haut, sondern kann bei spröden Lippen auch schnell Abhilfe schaffen.